Stadtspaziergänge im Rahmen  des Projekts  Bielefelder Citywalks , das  vom Bielefelder Kunstverein initiiert und geleitet wird.

Angelehnt an die Spaziergangswissenschaft realisiert Susanne Albrecht vier Bielefelder Stadtspaziergänge zu den Themen Zwangsarbeit und Steine in der Stadt. Grundlagen und Tendenzen zur Spaziergangsforschung erhält sie als Teilnehmerin an der Lucius Burkhart Convention II in Kassel im Rahmen der documenta, sowie an einem workshop von Bertram Weisshaar und Kay von Keitz im Kunstverein Bielefeld.

BCW#6  mit Susanne Albrecht & Wolfgang Herzog

Vom Berg in die Stadt- Ein Erinnerungsweg

Heute ist auf dem Johannisberg nichts mehr von den Baracken zu sehen. Zwischen 1942 und 1945 lebten an diesem Ort bis zu 1000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Gemeinsam mit Susanne Albrecht, der Künstlerin und Bildhauerin der Skulptur Unter Zwang (2002/2010) auf dem Johannisberg, wurde der Arbeitsweg vom Barackenlager Bethlem auf dem Johannisberg zum ehemaligen Dürkopp Werk abgelaufen und abschließend aus der Erinnerung heraus auf Papier gebracht.


BCW #13  mit Susanne Albrecht & Mark Keiter &  H.W.Horn

Steine in der Stadt oder von steinreich zu knochenarm

Stein auf Stein, gemauert, geschüttet, gepflastert, geklebt oder gesetzt; Steine strukturieren das Stadtbild. Der natürlich gewachsene Stein oder Fels ist selten sichtbar. Sandstein und Kalkstein bilden den Teutoburger Wald, der die Topografie Bielefelds deutlich bestimmt und auch als Quelle für Naturbausteine diente. Sichtbar verbaut und an herausragender Stelle steht die Sparrenburg als Wahrzeichen Bielefelds. Hier beginnt der City Walk. In fast gerader Linie folgen wir dem Niederwall in Richtung Jahnplatz und treffen dabei auf eine Vielzahl unterschiedlicher Natursteine. Zunächst steigen wir den Berg hinunter durch ein Wohngebiet mit herrschaftlichen Häusern und gepflegten Gärten und flanieren dann an repräsentativen Gebäuden wie Amtsgericht und Rathaus vorbei, um den Spaziergang auf dem Alten Friedhof Bielefeld zu beenden. Die Gebäude und der Stein, ihre Funktion und das gewählte Material bilden eine lesbare Einheit, die uns auf „modische“ Vorlieben und machtvolle Absichten aufmerksam machen können.

Noch vor ca 200 Jahren hätten wir den Alten Friedhof auf gerader Linie erreicht. Der Ausbau der anliegenden Straßen führte zur Verkleinerung der Friedhofsfläche. Die Umgestaltung des Friedhofs der letzten Jahre hat ihn dazu noch drastisch verändert. Erschien er einst als verkleinerte Stadt , mit Grabsteinen, die von Macht und Besitz der Toten sprachen, dürfen heute nur noch Urnen beigesetzt werden. Grabmäler sind verschwunden, bis auf einige wenige als Dekoration der Ränder. Der ehemalige Steinreichtum weicht genormten Steinplatten.

BCW #18 mit Susanne Albrecht & Mark Keiter,  sowie mit freundlicher Unterstützung der Kunsthalle Bielefeld.

Steine in der Stadt

Stein auf Stein, gemauert, geschüttet, gepflastert, geklebt oder gesetzt; Steine strukturieren das Stadtbild. Aus der Erde geborgen, gespalten, gesägt, behauen oder poliert dienen sie als funktionales und repräsentatives Baumaterial wie auch als Ausgangsmaterial für künstlerischen Ausdruck. Auf dem kurzen Weg vom Spiegelhof zur Kunsthalle begegnen wir einer Vielzahl von Steinen und Steinskulpturen, folgen ihren Spuren und treffen in der Kunsthalle Bielefeld auf die Werke des Steinbildhauers Ulrich Rückriem, dessen Skulpturen und steinerne Editionen einen künstlerischen Blick auf das Material Stein ermöglichen.Weitere Steinskulpturen bekannter KünstlerInnen wie Reinhard Buxel, Maria Dompe´ und Joseph Beuys werden uns aus geologischer und künstlerischer Sicht interessieren.

BCW#21 mit Susanne Albrecht & Mark Keiter

Von A wie Ammonit zu B wie Beton

Der Bielefelder City Walk #21 befasst sich mit versteinertem Leben sowie natürlichem und künstlichem Stein. Der Weg fürhrte von Exponaten des Natur-Kunde-Museums Bielefeld zu einer Werkgruppe von Arne Schmitt im Bielefelder Kunstverein und entlang innerstädtischer Architektur zu einem Beispiel bemerkenswerter Gebäudeumnutzung.