Park der Menschenrechte – Susanne Albrecht

Park der Menschenrechte

Mittwoch, 23. Februar 2011

Betritt man die Parkanlage zwischen Kindergarten und Gymnasium am Waldhof, fällt schnell die vielseitige und lebendige Nutzung dieses öffentlichen Raums von Menschen unterschiedlichen Alters auf. Auf zwei Namensschildern am Anfang und Ende der Grünanlage liest der Besucher : „Park der Menschenrechte“ Als Künstlerin stelle ich mir die Frage warum 2010 dieser Ort als Park der Menschenrechte ausgewiesen wurde. Es finden sich keine weiteren Bezugspunkte auf dem Gelände, noch historische Verweise , die erklärend zu einem Verständnis beitragen könnten.

Man bemerkt eine Leerstelle wenn ein Ort keine weitere Markierung besitzt und nicht auf vergangene Ereignisse verweist. Natürlich ist das Thema der Menschenrechte so universell, dass es nicht auf einen speziellen Ort festgelegt sein müsste. Auch wenn der Park bereits vielfältige Ausgestaltung durch den Wasserlauf, die Steine und Brücken und nicht zu letzt durch die Beuys Eiche erfahren hat — so ist seiner Widmung als Park der Menschenrechte noch nicht genügend Rechnung getragen worden. Durch diese Widmung mit gewichtigem Potential aufgeladen, soll nun mit Hilfe einer künstlerischen Position aus öffentlichem Raum ein spezieller Ort gestaltet werden.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Skulptur: „Unter Zwang“ Johannisberg Bielefeld

Foto: Sabine Maas

Feierliche Übergabe der Skulptur “ Unter Zwang“ an die Öffentlichkeit und Stadt Bielefeld im November 2010 auf dem Johannisberg in Bielefeld.

Freitag, 22. Oktober 2010

Fertigung der Betonplatte. Foto: Susanne Albrecht

Transport und Montage der Skulptur „Unter Zwang“ von Susanne Albrecht auf dem Johannisberg in Bielefeld.

Die Landschaftsskulptur „Unter Zwang“ erinnert an die ehemaligen Wohnbaracken der Bielefelder Zwangsarbeiterinnen. Sie wird fast ausschließlich durch Spenden von Bielefelder BürgerInnen und Unternehmen
finanziert.

Vor wenigen Tagen erfolgte die recht spektakuläre Montage der 60 Tonnen schweren und 22.50 x 4 m messenden Betonplatte für die Skulptur. Ein Spezialtransporter transportiert in der Nacht vom 13.10.2010 das gegossene Skulpturenteil durch Bielefelds Innenstadt. Im Weg stehende Verkehrsschilder müssen temporär abmontiert werden. Die Montage erfolgt am Donnerstag, den 14.10. 2010.

Mittwoch, 13.10., ab 11 Uhr: Verladung der Betonplatte auf dem Werksgelände der Fa. Sudbrack (Industriestraße 43 in Sennestadt). Die Firma Sudbrack lädt zu einem Tag der offenen Tür ein mit Bratwurst- und Getränkestand.

Mittwoch, 13.10., 22 Uhr: Start des nächtlichen Spezialtransports der Betonplatte von Sennestadt zum Johannisberg ((über Senefelder Str., Lämershagener Str. Paderborner Str. (B 68), Südring, Ostwestfalendamm, Ausfahrt BI-Zentrum, Adenauerplatz, Johannistal, dann rückwärts in die Dornberger Straße und hoch zum Platz auf dem Johannisberg).

Donnerstag, 14.10., ab 10 Uhr auf dem Johannisberg: Montage der Betonplatte auf die Fundamente (Parken ist dort z.Zt. nicht möglich, bitte beim Tierpark parken).

Anlässlich der feierlichen Übergabe am 26.11.2010 werden neben dem Oberbürgermeister Pit Clausen, den Initiatoren und der Künstlerin auch 4 Männer und Frauen unter den Gästen sein, die hier gefangen gehalten worden sind.
Der Realisation vorausgegangen ist eine lebendig gestaltete Erinnerungskultur, bei der durch Benefizkonzerte, Ausstellungen, Lesungen, Plakataktionen, Führungen und Informations- veranstaltungen die benötigten Gelder eingeworben werden konnten, aber auch die Akzeptanz für das Erinnerungsdenkmal in das öffentliche Bewusstsein gerückt wurde. Diese Aktionen wurden maßgeblich vom Initiativkreis Skulptur „Unter Zwang“ sowie dem Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V. durchgeführt.

Samstag, 16. Oktober 2010

Die Betonplatte wird aus der Produktionshalle transportiert.

Kategorien: Tagebuch